letzte Änderung:
2020-01-04

Hylotelephium telephium agg.
Syn.: Sedum telephium agg.
Artengruppe Purpur-Waldfetthenne, Artengruppe Große Fetthenne

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Flora von Bayern
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Die Gliederung der Sedum telephium-Gruppe wird in den regionalen und  überregionalen Florenwerken unterschiedlich gehandhabt und ist noch  nicht vollständig geklärt: s. Bomble (2010). Meierott (2008) unterscheidet zwischen Sedum vulgare (Haw.) Link,  Sedum maximum L. s.str., Sedum maximum auct. und Sedum telephium sensu  Webb, wobei Sedum maximum L. s.str. vielleicht nicht im Gebiet vorkommt.
Bis zur weiteren taxonomischen Klärung sollen deshalb hier im Gebiet unterschieden werden:
1. Hylotelephium vulgare (Haw.) Holub
2. Hylotelephium maximum (L.) Holub “diploider Typ”
3. Hylotelephium maximum (L.) Holub “tetraploider Typ”
4. Hylotelephium telephium (l.) H. Ohba



Hylotelephium vulgare (Haw.) Holub
Syn.: Sedum fabaria W.D.J. Koch, Sedum vulgare (Haw.) Link, Sedum telephium  subsp. fabaria Kirschl., Sedum telephium subsp. vulgare (Haw.) Burnat
Fels-Waldfetthenne, Berg-Fetthenne

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Flora von Bayern
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Standorte:
Schluchtwälder, Hochstaudenfluren

Häufigkeit in Oberfranken: selten, vielleicht oft übersehen

Bemerkung: indigen; Die Art gibt es auch in Oberfranken, darunter sogar mehrmals im Landkreis  Wunsiedel, speziell im Egertal und auch im Röslautal. Sie wurde nur  immer übersehen. Nur Vollrath hat sie in den 50er Jahren bereits bei  Arzberg im Röslautal gefunden, jedoch nicht veröffentlicht, weil er sich nicht ganz sicher war. ... Ich kenne noch weitere Vorkommen solcher  Pflanzen mit schmalen fast gestielten Blättern, darunter auch welche fast ohne Zähne. Es gibt bei uns auch Übergangsformen zu Sedum telephium subsp. telephium. Die Standorte sind bei uns Schluchtwälder mit Felsen  und Wald-Reitgras bis zu wechselfeuchten Hochstaudenfluren in der Aue.”€ (Mitteilung Martina Gorny 23.07.2012)


Foto Martina Gorny
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Kultur
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Hylotelephium maximum (L.) Holub “diploider Typ”
Syn.: Hylotelephium maximum s.str., Sedum maximum (L.) Hoffm., Sedum telephium subsp. maximum (L.) Krocker
Große Waldfetthenne, Große Fetthenne

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Flora von Bayern
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Standorte:
Felsen

Häufigkeit in Oberfranken: ob im Gebiet?

Gefährdungsgrad in Oberfranken: -

Bemerkung: indigen





Hylotelephium maximum (L.) Holub “tetraploider Typ”
Syn.: Hylotelephium maximum auct. non L., Sedum maximum auct. non L., Sedum telephium subsp. maximum auct. non L.
Große Waldfetthenne, Große Fetthenne

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Flora von Bayern
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Standorte:
Ruderalfluren (Wegränder, Böschungen), Wald- und Gebüschsäume

Häufigkeit in Oberfranken: verbreitet

Gefährdungsgrad in Oberfranken: -

Gefährdungsgrad in Oberfranken: -

Bemerkung: indigen


Sedum maximum auct. non L. 1 Sedum maximum 1 Sedum maximum 2 Sedum maximum 3



Hylotelephium telephium
(l.) H. Ohba
Syn.: Sedum telephium subsp. telephium, Sedum purpurascens W.D.J. Koch, Sedum purpureum (L.) Schultes
Purpur-Waldfetthenne, Purpur-Fetthenne

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Flora von Bayern
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Standorte:
Gebüschsäume, Feld- und Wegraine, Waldschläge, Äcker, seltener Silikatfelsenund Steinschutt

Häufigkeit in Oberfranken: verbreitet mit einigen Lücken

Gefährdungsgrad in Oberfranken: -

Bemerkung: indigen


Sedum telephium 1 Sedum telephium 2 Sedum telephium 3



Lit.:
Harz, K. (1907): Flora der Gefäßpflanzen von Kulmbach und den angrenzenden Gebietsteilen des Fichtelgebirges, Frankenwaldes und Frankenjuras. – Ber. Naturforsch. Ges. Bamberg 19/20: 83

Harz, K. (1914): Flora der Gefäßpflanzen von Bamberg. – Ber. Naturforsch. Ges. Bamberg 22/23: 95

Vollmann, F. (1914): Flora von Bayern: 327f.

Blachnik-Göller, T. (1994): Die Flora des bayerischen Vogtlandes, 38. Bericht des Nordoberfränkischen Vereins für Natur-, Geschichts- und Landeskunde e. V., Hof: 90f.

Gatterer, K. & W. Nezadal (Hrsg.) (2003): Flora des Regnitzgebietes. – 2 Bde., Eching: 352f.

Gerstberger, P. & Vollrath, H. [Hrsg.] (2007): Flora Nordostbayerns -  Verbreitungsatlas der Farn- und Blütenpflanzen - Zwischenbericht 2006.  Beihefte zu den Berichtsbänden der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft  Bayreuth, 6: 224f., 271

Meierott, L. (2008): Flora der Haßberge und des Grabfelds. Neue Flora von Schweinfurt. 2 Bde., Eching: 528ff.

Bomble, F. W. (2010): Ein Beitrag zur Taxonomie der Hylotelephium telephium-Gruppe in der Eifel und angrenzenden Flusstälern. Online-Veröff. Bochumer Bot. Ver. 2:101-111

Verein Flora Nordostbayern e. V. [Hrsg.] (2013): Flora Nordostbayerns -  Verbreitungsatlas der Farn- und Blütenpflanzen - 2. Zwischenbericht.  Stand Dezember 2012. - Bayreuth: 250f.

Breitfeld, M., Hertel, E., Horbach, H.-D. & W. Wurzel (2017): Flora von Bad Berneck und Umgebung. – Die Pflanzenwelt zwischen Ochsenkopf und Maintal. 500 S., Eigenverlag, Markneukirchen: 150